
Es ist vollbracht!
Reflexionen unserer Zehntklässler über ihre Erfahrungen mit der KOL
Überlegt euch am besten schon in den Sommerferien ein Thema. Überlegt dabei, was euch in eurer Freizeit beschäftigt oder was ihr euch schon öfter gefragt habt. Ich habe beispielsweise auf Tiktok jemanden gesehen, der erzählt hat, wie Ameisen so leben, also dass sie zum Beispiel Blattläuse als Sklaven halten oder Wirtschaft betreiben. Dabei habe ich mir dann die Frage gestellt, ob diese Lebensweise nicht der der Menschen ähnelt. Meine Lehrersuche war sehr stressig. Ich wollte in Biologie schreiben, deren Lehrer immer extrem schnell vergeben sind. Ich habe keinen Lehrer gefunden, aber wenn das der Fall ist, sollte man nicht aufgeben. Ich habe mir dann überlegt, wie ich trotzdem in Biologie schreiben kann und habe dazu eine Referendarin angefragt. Das hat auch alles sehr gut funktioniert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, redet viel mit eurem Lehrer oder eurer Lehrerin! Verlasst euch nicht auf das, was die anderen sagen, denn jeder Lehrer möchte es ein bisschen anders.
Es reicht außerdem völlig, wenn ihr Ende September/ Anfang Oktober anfangt zu schreiben. Schaut, ob ihr in der Bibliothek gute Bücher zu eurem Thema findet, denn damit spart ihr euch viele Internetquellen, die ihr alle im Literaturverzeichnis aufführen müsst. Nutzt vor allem die Ferien für eure KOL! Wenn ihr in den Urlaub fahrt und lange Autofahrten habt, oder einfach einen Tag, an dem ihr nichts vorhabt, nutzt diese Zeit! Es ist mehr, als man denkt.
Versucht außerdem, eine Woche vor Abgabe fertig zu sein, dann fasst ihr die KOL drei Tage nicht an und lest dann Probe. Glaubt mir, man findet noch viele Faselfehler!
Bei der Präsentation reicht es, wenn ihr zwei Wochen vorher anfangt, euch zu stressen. Die Powerpoint dauert zwar, aber was man nicht unterschätzen darf, ist das Karteikartenschreiben. Das dauert echt viel länger, als man denkt!!
Am Ende ist es trotzdem nur so, als ob man einen langen Vortrag vorbereitet, den jeder von euch schafft. Ihr beschäftigt euch so lange und intensiv mit diesem Thema, dass es sogar fast schon Spaß macht es vorzutragen. Ihr schafft das alle und stresst euch nicht zu sehr. <3
Klara Nilson 10c
In Klasse 10 muss jeder Schüler eine Komplexe Leistung in einem Fach seiner Wahl erbringen. Man beginnt mit der Auswahl des Themas, mit welchem man dann auf die Suche nach einem betreuenden Lehrer geht. Rückblickend betrachtet ist die Wahl eines Themas, welches einen selbst interessiert, zusammen mit einem Lehrer, der die eigene Arbeitsweise akzeptiert, die mit Abstand wichtigste Entscheidung, denn anschließend muss man sich mindestens ein halbes Jahr durchgehend mit dem gewählten Thema beschäftigen. Bei einem Thema ohne eigenes Interesse fällt dieser Arbeitsprozess sehr demotivierend aus.
Nach Einreichen des Themenzettels beginnt man mit einer groben Gliederung und der anfänglichen Literaturrecherche. Der Umfang und die Schwierigkeit dieser Schritte variieren je nach Thema. Es kann also durchaus hilfreich sein, die bisher existierende Literatur bei der Themenfindung zu berücksichtigen. Des weiteren ist wichtig, sich bei diesem Schritt nicht zu viel Zeit zu lassen, da viele Schüler erst 4 Wochen später anfingen zu arbeiten.
Die hauptsächliche Arbeitsphase hat uns Spaß bereitet, da man relativ frei und nach eigener Zeiteinteilung arbeiten konnte. Viele Schüler haben hierbei versucht, extrem kleinschrittig Rücksprache zu ihrem Betreuer zu halten. Dies erschien uns wenig sinnvoll, da es viel Zeit kostet und nicht zu einem merkbar besseren Ergebnis führt.
Gegen Ende der Arbeitsphase stand noch der entscheidende Schritt an: der Eigenanteil. In allen Handreichungen und Gesprächen mit Lehrern wurde die Relevanz dieses Teils sehr stark übertrieben. Rückblickend betrachtet reicht eine einfache Einführung in die gewählte Methode mit anschließender Begründung und Auswertung.
Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass die Präsentation im Vergleich zum schriftlichen Teil mehr Arbeit als gedacht war. Die eigentliche Präsentation unterscheidet sich aber nicht von “normalen“ Vorträgen.
Ben Steinmetzer, Tobias Sarosi, 10c
Die Arbeit an der komplexen Leistung war insgesamt deutlich anstrengender, als am Anfang erwartet. Besonders schwierig war es, einen passenden Betreuer zu finden, da viele Lehrkräfte entweder schon zu viele Schüler hatten oder das Thema nicht betreuen wollten. Dadurch hat sich der Start für viele unnötig verzögert.
Ein weiteres Problem war, dass die Anforderungen und Erwartungen nicht immer ganz klar waren. Es gab kein wirklich einheitliches Bewertungsschema, da viele Themen sich inhaltlich sehr voneinander unterscheiden, wodurch oft Unsicherheit entstanden ist, worauf genau Wert gelegt wird. Die eigenständige Arbeit war ebenfalls eine Herausforderung. Man musste sich alles selbst einteilen und motivieren, was nicht immer einfach war, vor allem neben dem normalen Schulalltag. Gleichzeitig hat man aber auch gelernt, selbstständiger zu arbeiten und sich seine Zeit besser einzuteilen.
Für zukünftige Schülerinnen und Schüler würden wir empfehlen, sich so früh wie möglich um einen Betreuer zu kümmern und ein Thema zu wählen, das einen wirklich interessiert, da man sich sehr lange damit beschäftigt. Außerdem ist es sinnvoll, regelmäßig kleine Fortschritte zu machen, statt alles aufzuschieben. Lasst euch alle nicht zu sehr stressen von euren Mitschülern, ihr habt genug Zeit und werdet am Ende alle fertig. Beim Vortrag sollte man darauf achten, die Inhalte wirklich zu verstehen, da man sonst schnell unsicher wirkt.
Insgesamt war die komplexe Leistung zwar teilweise frustrierend, aber man nimmt trotzdem einige wichtige Erfahrungen mit, vor allem im Bereich Selbstorganisation und wissenschaftliche Arbeit.
Nina Winkler und Emma Pöhlandt, 10c
Auf den ersten Blick scheint es einfacher, als man denkt, so eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, da man über ein halbes Jahr Zeit hat und man sich ja im Normalfall ein Thema wählt, welches einen interessiert. Das Problem dabei ist nur, dass es oft relativ schwer ist anzufangen und natürlich einen Lehrer zu finden, der dieses Thema auch gut findet und dich dann annimmt. Ich selber brauchte drei Anfragen, bis ich bei einem Lehrer angenommen wurde. Natürlich ist das immer davon abhängig, was man sich für ein Thema auswählt und wie gut die Problemfrage bzw. der Eigenanteil ist. Wenn man dann soweit ist, dass man mit dem Betreuer alles abgesprochen hat und anfangen will, das erste Mal zu schreiben, fällt es einem oft schwer, da man den übrigen langen Zeitraum im Kopf hat und es deswegen nach hinten schiebt und dann viel zu spät anfängt.
Im Großen und Ganzen ist es relativ schwer, neben den restlichen Arbeiten und Prüfungen (BLF) noch eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen.
Alexander Miller, 10c
In meiner komplexen Lernleistung habe ich mich mit dem Thema „Architektur als Ausdruck von Macht“ beschäftigt und wie sie in den unterschiedlichen Epochen der Menschheit dargestellt wird. Dabei habe ich die Machtdarstellung in der Moderne und im Barock verglichen und konnte Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten feststellen.
Die Themenauswahl fiel mir persönlich nicht allzu schwer. Nach ein wenig Überlegen hatte ich mein Thema. Jedoch stellte sich die Lehrersuche als etwas schwieriger heraus, da sich viele Schüler schon im Vorhinein mit manchen Lehrern abgesprochen hatten. Durch etwas Glück bekam ich dann aber doch einen Betreuer, dem mein Thema gefiel. Nach den ersten Besprechungen stand mein Thema dann fest.
In der ersten Zeit habe ich nicht viel für meine KOL gemacht. Ich schrieb ein bis zwei Seiten und lieh mir einige Bücher zu meinem Thema aus. Im Nachhinein hätte ich mir viel Stress sparen können, wenn ich früher richtig angefangen hätte. Die größte Hürde war das Einfinden in das Thema. Als dieser Punkt jedoch überwunden war, lief es deutlich besser.
Man sollte sich zwar nicht zu sehr stressen lassen, da man am Ende fertig wird, wenn man dranbleibt. Dennoch ist es sinnvoll, von Anfang an strukturierter zu arbeiten.
Ein gut überlegter Eigenanteil ist ebenfalls sehr wichtig. In meiner KOL hat sich ein Vergleich zweier Bauwerke als passend herausgestellt. Dabei konnte ich eigene Gedanken einbringen und das Thema besser verstehen.
Insgesamt bin ich mit meiner Arbeit zufrieden, auch wenn ich einiges anders machen würde. Vor allem hätte ich früher anfangen und meine Zeit besser einteilen sollen. Ich habe nicht nur fachlich etwas über Architektur gelernt, sondern auch, wie wichtig Planung und eigenständiges Arbeiten sind.
Auch der Vortrag lief gut. Die geforderte Zeit von etwa 45 Minuten ist bei einer ordentlich erarbeiteten KOL gut zu erreichen, da man durch die vielen Inhalte genug zu sagen hat. Insgesamt war ich mit meiner Präsentation zufrieden.
Am Ende kann ich sagen, dass die KOL zwar anstrengend war, sich aber trotzdem gelohnt hat.
William Bankau, 10c
Zu Beginn des Schuljahres mussten wir uns dem ersten Problem stellen, der Findung eines passenden Themas. Denn es ist wirklich wichtig, ein Thema zu finden, welches einen interessiert. Ansonsten hat man keine Motivation, sich damit zu beschäftigen. Wir haben erst relativ spät mit dem Schreiben begonnen, dafür hatten wir dann den Herbst über frei, aber mussten im Winter mehr machen. Das hat für uns trotzdem sehr gut funktioniert, da wir uns davor viel besser auf die anderen Arbeiten konzentrieren konnten. Es war außerdem eine gute Erfahrung, mal in die Bibliothek zu gehen und sich mit der Quellen- und Literatursuche zu beschäftigen. An sich würden wir empfehlen, jemanden drüberlesen zu lassen, der das vor kurzen schon einmal gemacht hat, besonders wegen der richtigen Quellenangabe.
Das Schreiben der Arbeit hat teilweise viel Spaß gemacht, auch wenn wir das niemals erwartet hätten.
Die Präsentation war ebenfalls nicht so schlimm, wie alle immer sagen. Aber wir würden empfehlen nicht erst drei Tage vorher mit der Vorbereitung anzufangen.
Extra Tipp: Bringt eure Bücher rechtzeitig wieder in die Bibliothek zurück, es wird sonst teuer!
Im Endeffekt würden wir beide sagen, es war eine gute Übung für die spätere Studienzeit und wir konnten sehr viel lernen, auch wenn es eine harte Zeit war. 😗
Clara Richter und Lara Fischer, 10c








