Zeitzeugengespräch mit Mario Röllig

Seit dem 3.Oktober 1990 feiern wir jährlich den Tag der Deutschen Einheit. Doch warum eigentlich? Dieses Datum wurde ausgewählt, da in den Jahren 1989 und 1990 die Wiedervereinigung Deutschland vollzogen wurde.

Aus Anlass dieses Datums besuchte Mario Röllig unser Gymnasium. Er ist ein sogenannter Zeitzeuge und konnte den 10. Klassen mehr über diese Zeit und sein Leben berichten. Es war interessant zu hören, wie es damals in der Schule zuging. Wir waren erstaunt, als wir hörten, dass im Sportunterricht mit Geräten geworfen wurde, die aussahen wie Handgranaten.

Im Alter von 17 Jahren versuchte Mario Röllig, über Polen nach Jugoslawien zu fliehen, da er oft mit dem System der DDR Probleme hatte. Doch er wurde gefasst und in das Gefängnis nach Berlin- Hohenschönhausen gebracht. Nach einigen Jahren Aufenthalt betrat er am 8. März 1988 das erste Mal westdeutschen Boden. Trotz der Schwierigkeiten schaffte er es, nach Westdeutschland zu kommen, wo er ein Leben nach seinen Wünschen und Vorstellungen beginnen konnte.

Heute wirkt er in der „Vereinigung der Opfer des Stalinismus“ mit und setzt sich als Zeitzeuge dafür ein, dass möglichst viele junge Leute erfahren, wie die Menschen in dieser Zeit lebten.

Uns berührte seine Geschichte sehr und wir danken Herrn Röllig für den Besuch unseres Gymnasiums.

Luise Keck, 10b