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Sprachreise der 9. Klasse in den Norden Frankreichs: Caen

Sprachreise der 9. Klasse in den Norden Frankreichs: Caen

Am Montag, den 23.03.2026, ging es mit dem Reisebus spät abends für uns und  unsere Lehrer Frau Weßling, Frau Wünsche und Herr Grüneberg nach Caen in Frankreich. Die Fahrt hat bis zum nächsten Morgen angedauert und ab 10:30 Uhr hatten wir dann am Dienstag Zeit, uns die Stadt in kleinen Gruppen anzuschauen. Auf dem Weg in die Stadt sind wir an Kirchen, Schlossparks, Macaronläden und Boutiquen vorbeigekommen. Am Nachmittag haben wir in unserem Hotel eingecheckt und unsere Zimmer bezogen. Das Hotel war sehr ordentlich, ebenso wie die Zimmer. An den Flüssen oder auch Seen nahe des Hotels gab es schöne Plätze, um den Sonnenuntergang während des Abendessens zu genießen. Am nächsten Tag haben wir das Memorial de Caen, ein Museum über den zweiten Weltkrieg besichtigt. Dort haben wir Eindrücke aus Kriegszeiten gewonnen: durch verschiedene Filme, historischer Plakate, Ausstellungen alter Kriegsuniformen und auch von Waffen. Dadurch, dass die Räume alle düster waren und im Hintergrund Geräusche von Bomben zu hören waren, fühlte man sich, als wäre man mittendrin gewesen. Auch lernt man viel über den historischen Hintergrund des Krieges, was viele zum Nachdenken brachte. Außerdem haben wir uns noch die Friedhöfe der deutschen und amerikanischen Soldaten mit einer Reiseführerin angeschaut. Auf dem Friedhof der amerikanischen Soldaten fand eine Zeremonie zum Andenken statt, die jeden Tag um 16:00 Uhr durchgeführt wird. Die Friedhöfe sind riesig und ganz anders als in Deutschland. Französische Friedhöfe unterscheiden sich von deutschen oft dadurch, dass sie stärker religiös geprägt sind. Für die Grabsteine, so wie man es aus Deutschland kennt, stehen hier in Caen die Symbole der Religion, der die verschiedenen Soldaten angehörig waren. 

Für den letzten Stopp des Tages waren wir am Omaha-Beach, dem Strand, an dem die Alliierten damals gelandet sind. Der Strand ist deshalb so bedeutend, da die US-Soldaten dort auf besonders harten Widerstand trafen und extrem hohe Verluste erlitten, wie auch die deutschen Soldaten. Es war sehr windig, aber dennoch unheimlich interessant zu erfahren, in welche Ereignisse Caen während des 2. Weltkrieg verwickelt war. Den Rest des Tages hatten wir wieder Zeit, selbstständig zu entscheiden, was wir unternehmen. Vor dem Hotel gab es einen Platz, auf dem man während des Sonnenuntergangs gut Volleyball spielen konnte. Das war eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Schülern und Schülerinnen aus den Parallelklassen auszutauschen und sogar anzufreunden. Am Donnerstag stand der Besuch einer Karamellfabrik auf dem Plan, welche in einen Bauernhof integriert war. Dort konnten wir auch Rehe, Kühe, Esel und Schweine ansehen. Wir haben die Herstellung von Karamell beobachtet. Alle standen an einer Glasscheibe, da es so faszinierend ist, wie das Karamell verarbeitet wird und dazu war es auch noch sehr lecker. Das Karamell durften wir direkt vor Ort probieren, ebenso wie Käse, welcher auch in der Fabrik hergestellt wird. Mit dem Bus ging es danach in ein 5D Kino. Wieder über den Zweiten Weltkrieg, nur dass hier alles noch echter und bedrohlicher als im Museum wirkte. Wir saßen in einem großen Saal und rundherum um uns lief ein Kurzfilm. 

Das Kino befindet sich an einem Strand, an dem wir uns vorher noch einmal umgeschaut haben und Fotos zur Erinnerung gemacht haben. Die Strände in Caen sind wirklich sehr schön, vor allem bei klarem Himmel. Sieht man in die Ferne, entdeckt man unter anderem Buchten und kleine Städte. Am Abend konnten wir alleine essen gehen. In der Gegend gab es viele gute Restaurants, die auch super mit dem Bus oder mit der Bahn zu erreichen waren. Für Busfahrten muss man oft nichts bezahlen. Das ist sehr praktisch, da man schnell und einfach von A nach B kommt. Der letzte Tag, der Freitag, war der Abreisetag. Wir hatten an diesem Tag noch einmal die Gelegenheit, unsere verbleibende Zeit zu nutzen und selbst zu entscheiden, wohin wir gehen wollten. Kleiner Tipp: Erkundigt euch am besten schon vorher, was ihr besuchen wollt, um das Bestmögliche aus der Reise herauszuholen und um alle schönen Erinnerungen zu behalten. Zum Abschluss waren wir also in einem der schönen Cafés, welche man dort besuchen konnte. Natürlich mit Zwischenstopp in einer hübschen französischen Boutique. Nach einer 15 Stunden langen Busfahrt, wurden wir am Samstagmorgen um 7:30 Uhr von unseren Eltern aus Schkeuditz abgeholt und unsere Reise nahm damit sein Ende.
Die Reise nach Caen war eine schöne Zeit. Wir haben viel gesehen und gelernt. Besonders die Mischung aus Geschichte, Stadt erkunden und Zeit mit Freunden zu verbringen, hat die Fahrt so besonders gemacht und wir werden die Zeit lange in Erinnerung behalten.

Pearl Angelin Ritter, 9c

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