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Weltuntergangslektüre zum Freitagabend

Die Szenerie: Eine Bühne. Auf ihr zwei Schauspieler, die sich angeregt über die letzten Geschehnisse unterhalten. Im Saal verteilt findet man auch die anderen Mitglieder der Theatergruppe, die eigentlich ihren Text lernen sollten.  Aber stattdessen geistern sie in ihren Kostümen herum und vollführen makabre Tanzschritte. Mittendrin steht Herr Hirn, nur noch ein schweißgebadetes Nervenbündel mit purer Panik in den Augen.

So verliefen die letzten Probentage der Theatergruppe am Gymnasium Schkeuditz kurz vor dem Tag der Angst. Am 15.6.2018 fand nämlich das Hoftheaterfest statt, auf dem Spielplan: „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt.

Für Schüler ist dieser Titel natürlich etwas abschreckend, doch das als Komödie beschriebene Theaterstück ist alles andere als öder Schulstoff. Eine Irrenanstalt, drei Physiker und drei Morde. Und zwischendrin die große Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft. Wer ist daran schuld, wenn die Atombombe hochgeht? Einstein oder der, der sie gezündet hat?

Dürrenmatts „Komödie“ steigert sich immer mehr zum politischen Drama.

Doch das Erschreckendste ist die Aktualität und Wahrhaftigkeit, die das Stück auch noch nach 58 Jahren besitzt.

Trotzdem schafft es die Theatergruppe (bestehend aus Elina Waschk, Celine Ganz, Celin Wisbereit, Anne Hillmann, Hannes Häder, Niklas Schmidt, Tanja Gaffrontke, Ronja Richter) unter der Leitung von Herr Hirn, das Stück gleichzeitig als Komödie und als Drama darzustellen. Mithilfe einiger humoristischer Elemente (die Dürrenmatt ohnehin frei Haus liefert) wie die Besetzung drei kleiner Buben mit Lehrern (Herr Kempe, Herr Henschel, Herr Barth) oder einem Klo auf der Bühne, konnte man die Spannung bis zum Ende aufschieben und während des zweiten Akts intensivieren. Auch der Einsatz von modernen Komponenten in Form von zwei Filmen hebt die Problemfrage noch einmal besonders hervor.

Die Aufführung endete schließlich mit einem Zitat von Albert Einstein und wurde dann auf dem Schulhof mit Essen und Trinken bis in die späten Abendstunden verarbeitet.

„Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen.“

 

 

Die Theatergruppe bedankt sich ganz herzlich bei den Lehrern, die freiwillig als Schauspieler eingesprungen sind, Herrn Hirn und allen anderen, die dazu beigetragen haben, dass das Stück stattfinden konnte.

Zum Schluss noch einmal vielen Dank für all die lobenden Kommentare und Anmerkungen, die uns noch auf dem Schulhof und auch weit darüber hinaus erreichten!

 

Ronja Richter, 11