Deutschland vs. USA: Handys

„Größer, höher, weiter“ – das scheint das Motto zu sein, unter dem die USA täglich leben. Alles muss besser sein als zuvor, und selbst die kleinste technische Innovation ist das Beste, was es je gab. Das gilt nicht nur für technischen Fortschritt, sondern auch für Bildung und Schule. Oder? Wie viel steckt wirklich hinter dem Land der vielen Möglichkeiten, vor allem im Vergleich mit Deutschland? Genau damit wollen wir uns in einer neuen Reihe von Artikeln auseinandersetzen, in denen wir die deutsche Jugend und deren alltägliche Probleme mit amerikanischen Jugendlichen vergleichen, um euch ein bisschen zum Nachdenken anzuregen. Brit von Ryssel war für ein Jahr in den USA und hat somit viele Probleme hautnah miterlebt. Eines der vielen ist der Umgang mit  Handys, mit dem wir uns heute beschäftigen werden.

 Jeder an unserer Schule kennt das Problem. Eigentlich dürften wir unsere Handys nur ausgeschaltet in unseren Taschen mitnehmen und nur im absoluten Notfall benutzen, was viele nervt und viele sinnlos finden. Wie ist das in den USA? An den meisten Schulen ist es die Regel, dass Handys an sein dürfen und man sie in der Pause benutzen kann. Während der Stunde sollen sie eigentlich in der Tasche bleiben, aber das ganze Problem daran ist, dass es wirklich niemanden interessiert, was mit den Handys passiert. Die Schüler können es griffbereit in der Hosentasche haben, sie legen es offen auf den Tisch oder haben es gleich in der Hand. Der ein oder andere Lehrer ermahnt die Schüler zwar immer mal wieder, aber eigentlich scheint es auch ihnen vollkommen egal zu sein. Das hört sich für uns, die wir es viel strenger gewohnt sind, erst einmal wirklich gut an, allerdings hat diese Methode  auch einige Schattenseiten. Der Griff zum Handy ist schnell gemacht und schon ist man in das Schreiben einer Nachricht, ein Spiel oder Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke vertieft. Das lenkt natürlich ganz schön ab, und man kann sich selbst nicht mehr auf den Unterricht konzentrieren. Außerdem stört es die Mitschüler, wenn dort ein Handy vibriert, da ein spannendes Spiel gespielt wird und der Banknachbar nicht mehr ansprechbar ist, weil er oder sie gerade versucht den Streit mit dem besten Freund über Handy zu lösen. Es gibt natürlich auch positive Aspekte. Manchmal kommt es ja vor, dass man etwas wissen möchte, was weder im Buch steht noch der Lehrer weiß, und da hilft der schnelle Blick ins Internet auf dem Handy schon ungemein. Außerdem dauert es nicht wirklich lange , schnell auf eine kleine Nachricht von den Eltern oder Freunden zu antworten, solange man keine Monologe schreiben muss oder das ganze in ein langes Gespräch ausartet. Letztendlich ist das Handy, sowohl in Deutschland als auch in Amerika ein wirklich praktisches, kleines Gerät, das in vielen Bereichen hilft, aber auch sehr stark ablenken kann. Ist es nun besser den Handykonsum in der Schule ganz zu verbieten oder lockerer an die ganze Sache heranzugehen?

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