Märchen am Kamin

Märchen am Kamin

Die Schüler der fünften und sechsen Klassen besuchten Ende November bzw. Anfang Dezember die bereits zur Tradition gewordene “Märchenstunde am Kamin” in der Auwaldstation Lützschena. Dabei wurden sie mit Keksen, heißem Tee, einem wärmenden Feuer im Ofen und natürlich einer am Spinnrad sitzenden Krämersfrau auf die Vorweihnachtszeit eingestimmt. In gemütlicher Runde und mit gespitzten Ohren lauschten die Schülerinnen und Schüler dem Surren des Rades und dem Klang der märchenhaften Worte, die uns in eine andere Zeit entführten.

Die Klasse 5b zur Märchenstunde am Kamin:
Fast wäre unsere Märchenstunde ins Wasser gefallen, denn unser Deutschlehrer war kurzfristig erkrankt. Aber wie es im Märchen so manchmal vorkommt, gab es drei gute Feen, die uns zur Auwaldstation begleiten konnten.
Mit Lisa´s und Melissa´s Mutti und Frau Wicha begaben wir uns gegen 7.30Uhr in Richtung Straßenbahn, der Wind fauchte und warf uns Nieselregen ins Gesicht. Da war der vorsorglich angeheizte Kamin in der Auwaldstation die erste freundliche Überraschung dieses Tages. Die zweite Überraschung folgte sogleich, denn kurz nachdem wir auf gemütlichen Kissen und Decken Platz genommen hatten, erschien eine freundliche Frau und entführte uns kurzweilig in vergangene Zeiten am Spinnrad.
Wir lauschten gebannt der Geschichte über ein armes Dorf und seine Bewohner, die unterschiedlicher nicht sein konnten . . .
Doch gerade in dem Moment, als die Spannung am größten war, blieb das Spinnrad stehen und wir sollten uns selbst das Ende der Geschichte überlegen.
Mit heißem Tee und Plätzchen im Bauch traten wir den Rückweg an. Im Klassenzimmer hatten wir noch etwas Zeit, das Ende der Geschichte nach unseren Vorstellungen aufzuschreiben.
Nun warten wir sehnsüchtig auf die Genesung unseres Deutschlehrers, denn nur er kennt das wahre Ende der Geschichte . . .

P. Wicha