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Interview mit Herrn Schönfeldt

Herr Schönfeldt hat als unser neuer Schulleiter schon so einiges zu erledigen. Er muss mit Markranstädt und Schkeuditz zwei Schulen gleichzeitig leiten und dazu noch den alltäglichen Pflichten des Lehrerberufes nachgehen. Bleibt da noch viel Zeit für sich selbst? Wie gut hat sich unser neuer Schulleiter hier schon eingelebt und welche Pläne hat er für die Zukunft? Die Redaktion fragt nach.

Redaktion: Guten Tag, Herr Schönfeldt. Erst einmal vielen Dank, dass Sie sich heute für uns Zeit genommen haben. Sie haben sich ja am Anfang des Schuljahres schon einmal kurz allen Schülern vorgestellt. Könnten Sie trotzdem noch einmal etwas über sich erzählen?
Herr Schönfeldt: Sehr gerne. Ich komme eigentlich von der Ostsee. Ich bin in Grevesmühlen in der Nähe von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern geboren, aufgewachsen und habe dort mein Abitur gemacht. Dann habe ich die Stadt mit 18 Jahren verlassen, habe meine Militärzeit in Eilenburg erledigt, um dann, weil mir die sächsische Umgebung so gut gefiel, an der Uni Leipzig Mathematik und Physik zu studieren. Dort habe ich mit dem ersten Staatsexamen abgeschlossen und dann am Seminar in Leipzig in den Fächern Mathematik und Physik das zweite Staatsexamen gemacht. Meine erste Schule war die Leibnizschule, weiterhin war ich sieben Jahre in Oschatz am Gymnasium. Danach ging es wieder zurück nach Leipzig, ans Lichtenberggymnasium in Grünau, welches dann vom Max-Klinger Gymnasium übernommen wurde und wo ich noch ein Jahr unterrichtete, bis ich zum Robert-Schumann-Gymnasium wechselte. Nach einiger Zeit dort war ich dann für vier Jahre in der Sächsischen Bildungsagentur und bin nun seit 1. August  hier am Gymnasium Schkeuditz. So viel zu meiner beruflichen Schiene. Privat bin ich verheiratet, habe zwei Kinder und wohne in Rückmarsdorf. Ich bin sehr interessiert an Sport, vor allem Fußball, was ich früher zusammen mit Volleyball auch selbst gespielt habe, bis ich nach der ein oder anderen Verletzung vorsichtiger sein musste. Ansonsten kann ich gut bei Gartenarbeit entspannen, gucke ab und zu in die schöne Stadt Leipzig und lese viele politische Artikel in der Zeitung, vor allem am Wochenende, da ich sonst dafür recht wenig Zeit habe.

Redaktion: Was hat Sie dazu bewegt Lehrer zu werden? Und warum genau die Kombination Mathematik und Physik?
Herr Schönfeldt: Das sind zwei sehr schöne Fragen. Ich komme aus einer Lehrerfamilie. Meine Eltern sind jetzt Rentner, aber sie waren beide auch Lehrer und da habe ich sehr zeitig gelernt, was es heißt, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Ich fand es einfach toll, die Entwicklung eines Menschen zu sehen. Die Arbeit in der Sächsischen Bildungsagentur hat mir auch Spaß gemacht, aber es ist eben ein ganz anderes Tätigkeitsfeld, und was mir an erster Stelle gefehlt hat, waren die Kinder und Jugendlichen, weil es viel interessanter ist, sich mit Menschen zu beschäftigen als mit Akten.
Warum jetzt Mathematik und Physik? Ich will da niemandem wehtun, aber als Schüler mochte ich Fächer, bei denen man so viel auswendig lernen muss, nicht so gerne. Mathe ist schön, weil, wenn man es einmal begriffen hat, man nicht mehr so viel lernen muss. Das hat mich irgendwie schon immer fasziniert. Bei Physik ist es eher die technische Anwendung, also, dass unser ganzes modernes Leben, Handys, Fernseher letztendlich auf Physik basiert. Eine andere Leidenschaft von mir ist auch die Astronomie, weswegen ich sehr froh bin, dass wir hier mit Herrn Schilling und dem Astrozentrum diese Möglichkeit haben.

Redaktion: Wie war eigentlich Ihr erster Eindruck von unserer Schule?
Herr Schönfeldt: Da ich viele Schulen der Stadt Leipzig kenne, war mein erster Eindruck hier: Wow, was für ein tolles Gebäude. Im Vergleich zum alten Gymnasium, das ich auch noch kenne, empfinde ich die hellen Räume und die Atmosphäre hier als sehr wohltuend. Auch was den Schulhof und das Gesamtkonstrukt mit der Dreifelderhalle  angeht, ist es hier wirklich toll. Das ist aber nur die äußere Hülle. Ich muss sagen, ich bin auf der Gesamtlehrerkonferenz von den Kollegen und Kolleginnen sehr freundlich empfangen worden, was sehr gut tut und ein kleiner Vertrauensvorschuss ist. Auch der Unterricht macht mir wieder sehr viel Spaß, ich habe ja einen Mathe – Leistungskurs in der elften Klasse, in dem sehr engagierte Schüler sitzen, denen es hoffentlich genauso viel Spaß macht wie mir. Alles in allem war mein erster Eindruck dieser Schule sehr gut, was ich auch parallel von Markranstädt sagen kann.

Redaktion:Was gibt es eigentlich für Schwierigkeiten, wenn man Direktor von zwei Schulen gleichzeitig ist?
Herr Schönfeldt: Da habe ich ein paar praktische Beispiele. Frau Schaaf und ich haben uns nun so eingeteilt, dass wir abwechselnd an den Häusern sind, sodass immer entweder Frau Schaaf oder ich in einem der Gebäude anzutreffen sind. Wenn man dann also nach zwei Tagen – und vielleicht auch noch einer Konferenz dazwischen – zurück in das jeweilige andere Gebäude kommt, liegt schon wieder ein riesiger Stapel Papier da. Außerdem muss man ständig auf verschiedene Programme zugreifen, was man einmal hier und dann wieder dort macht. Das ist technisch eben nicht so einfach. Dazu kommt noch das ständige Wechseln vom einen zum anderen Gebäude. Das ist nicht nur für mich, sondern auch für die gesamte Schulleitung eine größere Herausforderung als an einer „normalen“ Schule.

Redaktion: Haben Sie sich schon an diese Umstände hier gewöhnt bzw. haben Sie sich hier schon eingelebt?
Herr Schönfeldt: Eingelebt habe ich mich inzwischen, obwohl ich immer wieder etwas dazu lerne, aber das ist nicht nur als Schulleiter so, sondern auch als Lehrer oder Schüler. Wenn man irgendwo neu ist, muss man sich immer erst einleben und dazu lernen. In diesem Prozess befinde ich mich gerade. Da ist jeder Tag spannend, aber es gibt natürlich auch Arbeitstage, an denen man selbst an der Grenze der Belastbarkeit ist. Aber aus meiner Erfahrung heraus braucht das einfach Zeit. Es geht nicht in zwei Wochen, es geht nicht in drei Wochen, da braucht man das volle Jahr, um sagen zu können, dass man sich eingelebt hat.

Redaktion: Wenn wir einen kleinen Blick in die Zukunft werfen, haben Sie  schon bestimmte Pläne?
Herr Schönfeldt: Wenn man neu ist, muss man sich erst einmal darum kümmern, dass alles läuft, und da stehen diese eigentlich so wichtigen Zukunftsvisionen leider vorerst an zweiter Stelle. Ist Ersteres erfüllt, kann man sich darum kümmern. Ich möchte zum Beispiel, dass wir in dem Bereich IT und Kommunikation in beiden Häusern gut aufgestellt sind. Wir haben ja schon moderne Taschenrechner und elektronische Wörterbücher, und ich bin der festen Überzeugung, dass in wenigen Jahren jeder Schüler statt einer schweren Schultasche ein Tablet oder ähnliches hat, worauf wir gut vorbereitet sein sollten. Sollte das Kultusministerium sich dafür entscheiden, freiwillige Schulen für so ein Projekt zu suchen, würde ich mich dafür einsetzen, dass wir dabei sein sollten, weil in der heutigen Informationsgesellschaft viel für die Zukunft der Schüler abhängt. Was mir außerdem sehr wichtig ist, ist das soziale Miteinander an der Schule. Dass solche unschönen Dinge, wie zum Beispiel Mobbing , Drohungen und überhaupt Ausgrenzung von anderen Mitschülern an unserer Schule so gut wie keinen, wenn möglich gar keinen Platz hat. Ich möchte, dass in dieser Beziehung von Lehrern und Schülern sowohl Augen, als auch Ohren offen gehalten werden und dass man zeitig genug gegensteuert. Das sind die zwei Hauptlinien, die für mich wichtig sind, aber da wird in Zukunft sicherlich noch einiges dazukommen. Ich könnte mir sogar vorstellen, wegen der günstigen Lage des Schkeuditzer Gymnasiums, zwischen Flughafen und ansässigen Automobilfirmen etc., auch Kooperationen mit der Wirtschaft zu schließen, um noch ein bisschen in die Zukunft blicken. Aber im Moment heißt es: einen Schritt nach dem anderen.  

Die Redaktion bedankt sich nochmals ganz herzlich für das Interview. Wir wünschen dem Schulleiter viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung seiner Pläne und Ziele und eine schöne Zeit am Gymnasium Schkeuditz.

Brit von Ryssel, 12 und Sandra Naleppa, 11