Herr Schilling im Interview

Herr Schilling im Interview

Astronomie- das ist seine Welt. Das Planetarium- sein zweites Zuhause. Die Rede ist von unserem Mathematik-, Physik- und Astronomielehrer Herrn Schilling. Fast alle von euch werden ihn bereits kennen, aber, um ein bisschen mehr über ihn und den Weltraum in Erfahrung zu bringen, haben wir ihn für euch interviewt.

Redaktion: Guten Tag, Herr Schilling. Vielen Dank, dass sie sich die Zeit für uns genommen haben.Was steht eigentlich als nächstes im „TV-Programm Weltraum“ an?

Herr Schilling: Also Ende November kann man einen Kometen mit bloßem Auge beobachten. Dieser Komet heißt Ison und ist bis zum 28.11. am Abendhimmel und danach am Morgenhimmel zu sehen. Ansonsten ist in der nächsten Zeit nicht sehr viel an Spektakulärem los.

Redaktion: Wie sind Sie eigentlich zu Ihrer Begeisterung für die Astronomie gekommen?

Herr Schilling: Im Endeffekt hat es mich schon seit meiner siebenten Klasse interessiert. Ich habe damals eine Arbeitsgemeinschaft mitgemacht; das war im „Haus der jungen Pioniere“ in der Leibnizstraße, und wir hatten dort eine Rakete aufgebaut. Und in diesem Raum wurden dann auch immer Vorträge gehalten, denen ich sehr gespannt zuhörte.
Danach hatte ich dieses Thema erst mal ein wenig aus den Augen verloren. Im Rahmen der Lehrerausbildung konnte ich aber später ein drittes Fach neben Mathe und Physik belegen und konnte also mein Hobby zum Beruf machen.

Redaktion: Und seit wann leiten Sie das Planetarium und wie sieht dort Ihre Arbeit aus?

Herr Schilling: Der Leiter bin ich gar nicht. Das ist nämlich der Herr Morch, der Chef von der Volkshochschule. Und wir sind auch froh darüber, dass die Volkshochschule das Planetarium leitet, denn wir brauchen ja auch einen Träger. Das heißt, ich bin lediglich Mitarbeiter und zeige Gruppen, vor allem aus Schulen und Kindergärten, das Planetarium.

Redaktion: Warum ist der Himmel blau?

Herr Schilling: Das ist eine ganz einfache Frage: Weil also das Sonnenlicht im Endeffekt in der Atmosphäre gebrochen wird und der blaue Anteil mehr gestreut wird als der rote. Und dadurch ist der Himmel blau.

Redaktion: Die Medien haben vor einiger Zeit berichtet, dass eine zweite Erde gefunden worden sein soll. In wie weit ist das möglich und glauben Sie daran, dass es intelligentes Leben auf einem anderen Planeten gibt?

Herr Schilling: Ja, Supererden sind immer im Gespräch. Wir haben schon insgesamt über 800 Exoplaneten entdeckt, wovon auch einige erdähnlich sind und unseren Parametern entsprechen.
Was man bisher nicht gefunden hat, ist intelligentes Leben, aber ich bin fest davon überzeugt, dass es dieses gibt. Die Bedingungen sind gegeben: Wasser gibt es genug und es sind ja auch Milliarden von Sternen und wenn jeder zehnte einen Planeten hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Ich denke nur, dass es schwierig ist, Leben mit der gleichen Entwicklungsstufe zu finden. Entweder sie sind höher entwickelt oder niedriger und bei beiden würde es dann an der Kommunikation scheitern.

Redaktion: Wissen Sie, was genau beim bemannten „Marsprojekt“ verwirklicht werden soll? Welche Meinung haben Sie dazu?

Herr Schilling: Die Holländer haben das jetzt vor und es gab über 1000 Bewerber. Das Training soll 2016 beginnen und es ist auch genügend Geld vorhanden, um die Leute dann auf dem Mars eine Zeit lang zu ernähren. Das Problem ist eben nur, dass es ein „One- Way-Ticket“ ist, also es gibt keinen Weg zurück.

Redaktion: Vielen Dank für die interessanten Antworten!

von Anna Seehagen, 10b
und Florian Voigt, 10c

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