Naturwissenschaftlicher Profilunterricht – praxisnah und naturverbunden

Am 13. April 2015 verlegten die Fachlehrerinnen Frau Petra Wicha und Ute Tok für 32 Gymnasiasten der 8. Klassen den Profilunterricht ab 5. Stunde in das Auwaldrevier „Mühlholz“ am südwestlichen Stadtrand von Schkeuditz. „Wir sind als Naturwissenschaftler im Klassenzimmer häufig mit der Thematik „Veränderungen im Naturraum durch den Menschen“ beschäftigt und wollen mit einer nützlichen Aktion das Gelernte in die Praxis umsetzen sowie einen Beitrag zur Naturerhaltung leisten“, erklärte Frau Wicha zu diesem langfristig geplanten Unterrichtsprojekt. Unterstützung bekamen sie vom Chef der Schkeuditzer Auwald-Apotheke Ralf Moritz sowie vom Revierförster Carsten Pitsch mit fünf fachkundigen Forstarbeitern. Herr Moritz, an unserem Gymnasium als Initiator von Baumpflanzungen bekannt, stimmte die Schüler mit Informationen über gesunde Lebensweise sowie schonenden Umgang mit der Natur auf seine 5. Baumpflanzaktion ein. Das Vorhaben, in der Auwald-Apotheke zukünftig auf Plastiktüten als Verpackung zu verzichten, fand uneingeschränkte Zustimmung und ließ alle über eine naturverbundene, umweltgerechte Lebensweise nachdenken. Revierförster Pitsch erläuterte den praktischen Teil „Anlegen und Pflegen einer Streuobstwiese“. Die alte, seit 25 Jahren völlig vernachlässigte Streuobstwiese nahe der Ortsausfahrt von Schkeuditz in Richtung Dölzig sollte rekultivert werde. Dazu gab es eine Unterweisung in der Handhabung von Arbeitsgeräten für das Pflanzen neuer Bäume sowie die Pflege der Altbäume. Danach wurde in Gruppenarbeit mit Astscheeren, Handsägen und Hochentastern Totholz entfernt. Mit Spaten, Gießkannen, Hanfseilen und Pfahlrammen pflanzten wir 15 siebenjährige Obstbäume und hörten dabei erstmalig solche Bezeichnungen wie „Oberösterreichische Weinbirne“, „Schweizerische Wasserbirne“ oder „Schöner vom Herrnhut“. Auch 30 zweijährige Apfelbäume prägen von nun an das Bild dieser Streuobstwiese. Als Dank für die geleistete Arbeit hatten die Mitarbeiter der Auwald-Apotheke auf der Streuobstwiese Getränke und belegte Brote aufgetafelt. Alle Beteiligten waren am Schluss der Meinung, etwas Wertvolles und Nachhaltiges für Natur und Umwelt getan zu haben.

Dr. Jürgen Unger , AG Ökologie (GTA)

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