Gezielte Hilfe durch „Weihnachten im Schuhkarton”

Gezielte Hilfe durch „Weihnachten im Schuhkarton”

Alle Jahre wieder – auch dieses Weihnachten sollen nicht nur Kinder in Deutschland feiern und genießen dürfen, sondern Groß und Klein auf der ganzen Welt. Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ kennt ihr sicher bereits von unserer Schule. Leider ist die Hilfe unsererseits in den letzten Jahren ein wenig in Vergessenheit geraten. Deshalb habe ich das folgende Interview mit einer Schülerin des Gymnasiums Schkeuditz, Sira Lüers, geführt, um die Wohltat, welche dieses Jahr gezielt nach Moldawien geht, auch an unserer Schule wieder einzuführen. Sira, die mit ihrer Gemeinde des „Hoffnungszentrum Schkeuditz´“ fleißig Geschenke packt, nahm sich die Zeit, um für unsere Homepage die folgenden vier Fragen zu beantworten. Denn es liegt sowohl in Siras Sinne, als auch in dem der Gemeinde, so viele Menschen wie nur möglich für die Aktion mobilisieren zu können.

Was ist „Weihnachten im Schuhkarton“ und warum nehmen deine Gemeinde und du an dieser Aktion teil?

Allgemein ist „Weihnachten im Schuhkarton“ eine Geschenkaktion für Kinder in Not. Im gesamten deutschsprachigen Raum packen jedes Jahr fast eine halbe Million Menschen zu Weihnachten Schuhkartons, um sie den Kindern zu geben, die sonst keine Geschenke zu Weihnachten bekommen. Die Aktion meiner Gemeinde „Geschenke der Hoffnung“ hat sich jedoch noch mal auf das Land Moldawien spezialisiert, da dieses das ärmste Land Europas ist. Unsere Geschenke sind für Kinder bestimmt, die von ihren Eltern verlassen wurden, da diese auf der Suche nach bezahlter Arbeit auswandern mussten. Die zurückgelassenen Kinder leben meistens in großer Armut und besitzen oft keine täglichen Grundnahrungsmittel, Wasser und Strom. Viele Kinder finden dadurch in ihrem Leben keinen Sinn mehr und verlieren die Hoffnung.

Unsere Päckchen sollen ihnen helfen und sie ermutigen. Neben der Freude, die diese Geschenke den Kindern und auch ihren Familien machen, sind sie ein Zeichen der christlichen Nächstenliebe. Denn jeder Schuhkarton bedeutet: Du bist nicht vergessen. Es gibt Menschen, die denken an dich und möchten, dass es dir gut geht.

Was packt ihr in die Pakete?

In die Pakete kommen neben Hygieneartikeln, Winterutensilien (Mütze, Schal,…), ein kleines Geschenk, Süßigkeiten und Grundnahrungsmittel. In diesem Jahr packen wir jedoch die Lebensmittel nicht mit in die Geschenkpakete, da wir in den letzten Jahre beobachten konnten, dass für die Kinder die riesen Pakete zu schwer wurden, um sie nach Hause zu tragen. Deshalb werden dieses Jahr die Grundnahrungsmittel vor Ort gekauft und den Kindern eine Woche später ebenfalls überreicht. Unser Ziel ist, dadurch den Kindern die schwere Last der Pakete abzunehmen und vor Ort die Wirtschaft zu unterstützen.

 Gibt es eine Vorgeschichte für diese Hilfe in Moldawien?

Seit ca. 25 Jahren fährt unser Pastor A. Haller mit verschiedenen Teams nach Rumänien und seit 5 Jahren auch nach Moldawien, um Arbeitseinsätze und Hilfstransporte durchzuführen. Die Kontakte entstanden durch Bekanntschaften einer rumänischen Familie und durch die ELIM-Gemeinde, die vor Ort Hilfe leistet. Geschockt durch die große Armut waren viele bereit zu helfen und es kam die Aktion „Geschenke der Hoffnung“ zustande. So bekamen die Kinder und Jugendlichen wenigstens einmal im Jahr ein Geschenk, denn gerade zu Weihnachten, zum Fest der Liebe, sollte jedes Kind sich freuen dürfen. Wir, die Kinder aus Deutschland, sind es nicht gewöhnt zu Weihnachten nichts zu bekommen, oft haben wir sogar Überfluss und dürfen dieses Fest mit unserer Familie feiern.

Wie weit seid ihr mit den Vorbereitungen und wie läuft die Geschenkübergabe ab?

Die Vorbereitungen sind schon seit einiger Zeit im Gange. Es wurde über Medien und Flyer Werbung  gemacht, sich bei dieser Aktion „Geschenke der Hoffnung“ zu beteiligen. Genaue Informationen, wie dies praktisch aussieht, kann man diesen Flyern und Medien entnehmen oder sich vor Ort im „Hoffnungszentrum Schkeuditz“ informieren. Bei Fragen kannst du dich auch gerne jederzeit bei mir melden. Grob kann man sagen, dass pünktlich zum orthodoxen Weihnachtsfest am 6.01. die ca. 700 Pakete den Kindern in Moldawien überreicht werden.

Doch wie können wir alle – du und ich – helfen?

Eine Möglichkeiten, wie du helfen kannst ist natürlich für die Kinder selber Pakete zu packen*, wer das nicht kann oder will, kann uns mit einzelnen Zutaten oder mit Finanzen helfen, so dass wir damit die Pakete packen können. Auch wäre es möglich, am 13.12 ab 9.00 Uhr im Hoffnungszentrum die noch übrig gebliebenen Pakete mit uns fertig zu packen. Allgemein können auch Patenschaften für Kinder oder ganze Familien übernommen werden. Eine weitere Möglichkeit ist es natürlich entweder vom 31.12-9.01. mit nach Moldawien zu fahren und die Pakete zu überreichen, oder an späteren Arbeits-, und Hilfseinsätzen teilzunehmen um Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen.

*Für das Paket bekommst du von uns einen Aufkleber mit Alter und Geschlecht des Kindes, welches du dir natürlich raussuchen kannst, außerdem geben wir dir das Paket (DHL Paket M) und eine Liste mit dem Inhalt. Die Pakete sind bis zum 12.12 im Hoffnungszentrum oder bei mir abzugeben.

Wir sind über jede Hilfe sehr dankbar.

Ich danke Sira Lüers für ihre Zeit und ihr Engagement. Sowohl für das Interview, als auch für Kinder in Moldawien. Ich hoffe, dass wir euch motivieren konnten an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ teilzunehmen. Jede Hilfe zählt und kommt auch an.

Ermöglicht den Kindern in Moldawien ein schönes Weihnachtsfest.

Nataly Zeiger und Sira Lüers, Klasse 11

IMG_3064IMG_3077Weihnachten im Schuhkarton