Zwölftklässler auf Exkursion in der Leipziger Universitätsbibliothek Albertina

Zwölftklässler auf Exkursion in der Leipziger Universitätsbibliothek Albertina

Am Mittwoch, dem 28.09.2011, bestritt die 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Schkeuditz eine Exkursion in die Universitätsbibliothek Albertina. Die einstündige Führung durch die Leseräume und offenen Magazine der Bibliothek weckte bei den meisten Schülern großes Interesse und bestätigte einigen unter ihnen, dass ein Studium genau das Richtige für sie sei. Dies vielleicht sogar in Leipzig zu beginnen ist vor allem deshalb reizvoll, weil dieser Standort neben der Universitätsbibliothek auch die Deutsche Bücherei mit insgesamt zusammen mehr als 20 Millionen Büchern zu bieten hat. Allerdings wurde manchem auch klar, dass die arbeitsaufwändigen Nachmittage in der Bibliothek oder die zunächst verwirrenden Gänge des Hauses nicht ihrem vordergründigen Zukunftswunsch entsprechen. Dennoch kann man sagen, dass es ein sehr gelungener Ausflug war und wir uns nun leichter für einen Weg nach dem Abitur entscheiden können. Nach dem Aufenthalt in der Bibliothek konnte jeder Schüler den Nachmittag noch gemütlich in der Stadt ausklingen lassen.
(Denis Wild, GK Deutsch 12)

Wenn die Jugend heutzutage an eine Bibliothek denkt, hat sie meist lauter alte, verstaubte Bücher in vielen alten Holzregalen in einem alten Gebäude mit einer alten Bibliothekarin mit riesiger Nickelbrille an einer goldenen Kette, Dutt, Omaklamotten und wahnsinnig scharfsinnigem Blick vor Augen. So waren auch einige von uns wirklich glücklich als wir hörten, dass wir uns die Universitätsbibliothek in Leipzig ansehen durften.
Doch der Eindruck einer verstaubten Bibliothek wurde bereits am Eingang zerstört. Schon die Empfangshalle gab uns eher den Eindruck in einem Palast zu stehen. Eine riesige und, was wir später erfuhren, aus deutschem, dunklem Marmor bestehende Treppe führte uns geradewegs auf eine helle Skulptur zweier Menschen und bog dann nach rechts und links weg. Doch bevor wir diese Treppe betreten durften, mussten wir unsere Taschen in vielen Spinden einschließen. Auf der linken Seite der Halle saß ein Mann an einem Empfangstresen, dahinter befand sich in einem Nachbarraum eine Skizzen-Ausstellung, dan-eben eine kleine Cafeteria mit mehreren Tischen davor. In der gesamten Empfangshalle standen helle, aus italienischem Marmor bestehende Säulen, die auch das Geländer im ersten Stock säumten.
Wir wurden von einer freundlichen Frau mittleren Alters geführt, deren Stimme in den ver-schiedenen Lesesälen im Ost- und Westflügel des Hauses immer auf ein Minimum sank. Sollte sich jemand für einen Besuch in der Universitätsbibliothek interessieren, würde ich definitiv einen Plan vom Gebäude empfehlen. Da ich mit meinem äußerst schlechten Orientierungssinn total aufgeschmissen wäre, ist auch die Online-Website mit dem vorhandenen Verzeichnis aller Bücher und Genres sehr nützlich, man sollte sich auf jeden Fall vorbereiten und informieren, am besten bevor man planlos durch das Gebäude steuert. Ich glaube, selbst eine Treppe zur nächsten Etage zu finden, ist eine Kunst für sich. Ich wäre wahrscheinlich nie darauf gekommen und hätte mich komplett verlaufen.
Wenn ich zum Schluss noch etwas sagen darf: Die Universitätsbibliothek ist ein wunderschönes und prachtvolles Gebäude und es lohnt sich wirklich, sie sich einmal anzusehen. Studiert man in Leipzig, ist diese Bibliothek wundervoll, um sich weiterzubilden und zu informieren. Also: Auf geht’s! Es lohnt sich!
Und ich verspreche, dass keine alte Bibliothekarin auf euch wartet und euch sofort mit einem strafenden Blick oder einem „Pssschhh!“ ermahnt. Also, viel Spaß!
(Steffi Bemmann, LK Deutsch 12)