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Hier bin ich Mensch – hier darf ich´s sein

Weimar. DIE Kulturhochburg Mitteldeutschlands. Und als solche ist es nicht verwunderlich, dass man als Deutschschüler einmal in seinem Schulleben dort gewesen sein muss. Um sich später nichts nachsagen zu lassen, wählten so auch unsere zwölften Klassen die „Stadt der Dichter und Denker“ zum Exkursionsziel für den 14.12.2015. Jedoch klingt „wählen“ sehr bequem, wohingegen wir von Schkeuditz aus noch über 100 Kilometer zurückzulegen hatten – selbstverständlich mit der Bahn, selbstverständlich mit reichlich Verspätung.

Während Herr Barth, Frau Valdorf und Frau Pätzold um unseren Zeitplan bangten, kamen wir über Umwege schließlich doch noch zum Ziel, traten aus dem Bahnhofsgebäude auf die offene Straße und wurden vom kühlen Nieselregen begrüßt.

Doch unsere Pechsträhne riss bereits mit dem Besuch im warmen „Weimarhaus“ ab: Eine voll elektronische Führung von „Goethes Stimme“ durch die Geschichte der Stadt wurde durch tolle Spezialeffekte, lebensechte Modelle und Wachsfiguren versinnbildlicht. Von der Ursiedlung bis hin zur Zeit der Klassiker ward Weimars Stadtgeschichte in Kürze geschildert, bevor es – nach etwas Freizeit auf dem Weihnachtsmarkt –  auf Stadtführung ging.

1,5 Stunden dauerte das Sehen, das Hören, das Abklappern der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wovon scheinbar jedes in der Geschichte schon einmal in Flammen aufgegangen ist. Vorbei an – um nur einen kleinen Teil des Bestaunten zu nennen – der Herderkirche, dem berühmten Hotel „Elephant“, Goethes Gartenhaus sowie der Anna-Amalia-Bibliothek, zielte der Tag auf unser letztes Highlight: „Faust I zu zweit“ im „Theater im Gewölbe“. Als sie sich im kleinen und beschaulichen Theater niederließen, erwarteten alle eine moderne Interpretation des wohlbekannten Werkes. Eine jener Vorführungen, die den meisten Schülern noch nie gefallen hat. Doch ihre Erwartungen wurden enttäuscht: Mit wenig Requisiten wurde der reduzierte Faust aufgeführt. Jeder konnte folgen und mit viel Witz und Humor brachten die beiden Schauspieler den Inhalt des Werkes – verbunden mit Wissenswertem zu Schiller und Goethe – auf die Bühne. Es war ein Stück im Stück: Ausgerechnet die beiden Dichterfürsten hatten nie die Chance, „das Schauspiel aller Schauspiele“ gemeinsam zu erleben. Indem sie es einfach selbst neu uraufführten, holten sie dies nun nach – post mortem über dem Himmel der Stadt im Jahr 2015. Und gaben damit dem Tag einen gelungenen Abschluss.

Florian Voigt,Kl. 12

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