Eine wichtige Erfahrung: Mein Praktikum

Eine wichtige Erfahrung: Mein Praktikum

Als ich erfahren habe, dass wir in der 9. Klasse ein Praktikum machen, wusste ich schon, dass ich etwas mit „Sport“ machen möchte, da ich mich schon immer gerne bewege und Sport in meinem Leben eine wichtige Rolle spielt. Der Beruf Physiotherapeut/in  kam daher mit als erstes in Frage. Außerdem  möchte ich anderen Menschen, die verletzt sind oder andere körperliche Beschwerden haben, helfen, gesund zu werden oder ihre Schmerzen zu lindern.  Durch eine Bekannte bin ich auf die Physiotherapie vom Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz aufmerksam geworden. Sie erzählte mir, dass dort Schülerpraktika angeboten werden.

Da der Weg zum Praktikum im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz nicht weit ist und ich in die Welt der Physiotherapie „hereinschnuppern“wollte, schrieb ich eine schriftliche Bewerbung. Das war am Anfang der Sommerferien. Kurze Zeit später sagte mir die Bekannte, dass ich den Praktikumsplatz bekommen habe. Sie gab mir einige Zeit später auch die Arbeitszeiten bekannt und sagte mir, dass ich weiße Kleidung brauche.

Ich freute mich schon auf das Praktikum und erwartete, dass ich herausfinde, ob der Beruf etwas für mich ist. Ich hoffte, dass ich auch selbst etwas ausprobieren darf und auch ein paar praktische Erfahrungen sammle. Außerdem wollte ich viele Erkenntnisse über das Berufsleben eines Physiotherapeuten mit nach Hause nehmen.

 

Das Sächsische Krankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Altscherbitz ist ein Landeskrankenhaus. Es ist unterteilt in Stationen für Neurologie, Psychiatrie, Maßregelvollzug, Labor, Radiologie, Ergotherapie und Physiotherapie. In der Physiotherapie werden die Patienten mit Hilfe von Krankengymnastik , Elektrotherapie oder Massagen behandelt.

Es gibt im gesamten Krankenhaus 450 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. In der Physiotherapie arbeiten 6 Frauen und 4 Männer.

 

Meine Erwartungen haben sich bestätigt. Ich konnte die Physiotherapeuten bei der Arbeit unterstützen, indem ich Patienten vor und nach der Behandlung betreut habe. Auch während der Behandlung z.B. in den Zellenbädern habe ich mich um die Patienten gekümmert.

Ich war in verschiedenen Bereichen der Physiotherapie tätig und daher habe ich einen vielseitigen Einblick bekommen. Ich habe viele Sachen auch selbst ausprobieren können wie z.B. den Ultraschall und das Zellenbad. Es war eine schöne Erfahrung zu wissen, wie sich die Patienten in der Behandlung fühlen.

Vor dem Praktikum wusste ich nicht genau, ob ich mit fremden Leuten gut umgehen kann und ob ich etwas Angst habe, die kranken Menschen zu berühren oder ihnen weh zu tun.

Jetzt weiß ich , dass ich keine Probleme im Umgang mit fremden Leute habe, da ich sie im Rollstuhl geschoben habe, sie beim Aufstehen oder Laufen unterstützen konnte und ich viele Gespräche mit ihnen geführt habe. Ich habe auch gemerkt, dass ich lieber in Bereichen der Chirurgie oder Neurologie arbeiten möchte.

Ich fand es sehr gut, dass ich gleich richtig mit den Patienten in Kontakt gekommen bin und, dass ich viele praktische Erfahrungen gemacht habe. Außerdem gefiel mir, dass ich in die verschiedenen Bereiche der Physiotherapie gucken konnte. Ich konnte sogar bei der Ergotherapie „hereinschnuppern“.

Den Praktikumsplatz würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen, da man eine vielseitige Arbeit hat und es nie langweilig wird. Man hat jeden Tag neue Patienten und dadurch auch andere Dinge, die man mit ihnen macht. Außerdem kann man sich die Arbeit am Krankenhaus auf den Stationen selbst einteilen. In einer Praxis hat man Termine mit den Patienten ausgemacht, aber im Krankenhaus holt man die Patienten selbst ab und kann spontan entscheiden, welche Patienten man wann und wie behandeln möchte. Dadurch gab es keinen Druck und man konnte die Patienten in Ruhe behandeln. Es gab dadurch auch keine feste Pausenregelung. Man hat Pause gemacht, wenn es gerade günstig war. Durch die netten Kollegen gab außerdem ein sehr gutes Arbeitsklima.

Ich habe etwas über Krankheiten gelernt, die etwas mit den Nerven zu tun haben. z.B. habe ich mehr über die Krankheit Zucker erfahren und ich habe etwas über Schlaganfälle und die Folgen gelernt.

Da wir die Patienten vom Krankenhaus abgeholt und auch im Krankenhaus behandelt haben, habe ich mehr über die Arbeit der Krankenschwestern oder Ärzte erfahren. Mir ist bewusst geworden, dass die Menschen mit den Krankheiten verschieden umgehen und dass die Einstellung der Menschen ausschlaggebend für die Heilung ist.  Ich weiß jetzt , dass der Physiotherapeut auch ein Vermittler zwischen Patient und Arzt ist.

Durch das Praktikum habe ich einen Einblick in die Arbeit der Physiotherapeuten bekommen.

Das Praktikum hat darum einen großen Anteil an meiner Berufswahl. Leider konnte ich in den zwei Wochen noch nicht vollständig entscheiden, ob ich den Beruf erlernen werde. Aber auf jeden Fall möchte ich später etwas in der Richtung machen.

 

Luise Keck, 9b