Ein Tag im Schauspielhaus

Ein Tag im Schauspielhaus

Teil 1

Wir schreiben den 12.05.2016, als die Theatergruppe des Gymnasiums Schkeuditz voller Vorfreude in das Schauspielhaus Leipzig einmarschiert. Im Zeitraum von vier Stunden soll mithilfe eines Schauspiel-Workshops rund um das Thema „Metropolis“ (ein Stück, das noch am selben Tage abends aufgeführt werden sollte) aus Hobbyschauspielern eine Truppe von Improvisationskünstler entstehen. Mit diversen Spielen, Bewegungstrainings, Textarbeit und einer anschließenden Führung durch die großen Hallen des Gebäudes konnte einmal richtige Schauspielluft geschnuppert werden. Bei dem Aufwärmspiel „Switch, Boing, Pow!“ wurden sowohl Stimme, Körper und Laune durch schnell geforderte Reaktionen gelockert. Weiter ging es mit ein paar Standreden, bei dem sich die Schüler in kleine Philosophen verwandelten und über die verschiedensten Fragen einfach frei heraus reden sollten. Selbst als man nur mithilfe eines Textausschnittes, in dem eine Maschine beschrieben wurde, diese mit den eigenen Körpern nachbauen sollte, riss der Strang des Enthusiasmus nicht ab, auch wenn all diese Dinge ziemlich anstrengend waren, die Lust und die Neugier trieb zum weiteren Spiel an. Es wurden neuartige Laufstile entwickelt, dann zusammen in Gruppen auf einem Laufsteg vorgetragen und kleine Theatervorführungen mit nur drei Worten inszeniert. Bei der anschließenden Führung wurde die imposante Bühne bestaunt und alle fragten sich nur, warum es an unserer Schule keine solche gäbe, doch als gesagt wurde, sie sei fast dreißig Meter hoch, wurde klar, dass diese Bühne wohl nicht in die Schule passen würde. Auch die Werkstätten, in denen sowohl Schuhe, Bühnenkostüme als auch Masken eigenhändig hergestellt wurden, waren recht beeindruckend.

Die knapp eine Stunde andauernde Führung, die geheime Blicke in den Background gewährte, wurde mit dankendem Applaus für die Mitarbeiter, die sich die Mühe gemacht hatten, alles zu zeigen, beendet.