Besser ist doch vorsehen!!!

HIV, Aids, Tod. Das war noch bis vor einigen Jahren der Gedanke, wenn man erfuhr, dass man HIV positiv ist. Auch Ärzte konnten bis 1996 nichts anderes bei dieser Diagnose sagen, als: „Nutzen sie die restliche Zeit, die ihnen noch zum Leben bleibt“. Doch wie ergeht es heute den Menschen, die erfahren, dass sie das HI-Virus in sich tragen und welche Möglichkeiten gibt es, den Virus zu schwächen oder gar vollständig aus dem Körper zu entfernen? Dies wurde uns, den Schülern der Klasse 11, am Donnerstag, dem 4.12., anlässlich des Welt-Aids-Tages, von Matthias Gerschwitz nahegebracht. Mit seinem Buch „Endlich mal was Positives“ beeindruckte er sicherlich schon viele Menschen vor uns. Er erzählt mit seinem Buch seine eigene Lebensgeschichte mit dem HI-Virus. Bei ihm selbst wurde das Virus 1994 festgestellt. Sehr emotional, aber auch lustig schilderte er uns seinen Umgang mit diesem Erreger. In beeindruckender Weise stellte er dar, dass er sein Leben trotz des Virus in vollen Zügen genießen kann. Abgesehen von einigen Schwierigkeiten kurz nach der Diagnose führt er heute mit dem Virus ein erfülltes und fröhliches Leben. Auf mich wirkte er mit seiner offenen und lustigen Art sehr lebensfroh. Er brachte mich mit einigen seiner Worte ziemlich zum Schmunzeln. Auch konnte er dadurch diese schwierige Thematik sehr gut an uns vermitteln. Die Veranstaltung hatte also keinerlei Anstrich von Belehrung. Andererseits ist klar: Leben mit dem Aids-Virus bedeutet auch immer ein Leben mit Medikamenten, die auch nicht unerhebliche Nebenwirkungen haben. Besser ist es auf jeden Fall sich davor zu schützen. Die  vielen Auszüge, die er uns aus seinem Buch vorgelesen hat, waren ebenso mitreißend und witzig, wie der Autor selbst. Und deswegen ist dies natürlich ein schöner Trost für alle, die diese spannenden zwei Stunden nicht miterleben konnten. Also für alle diejenigen mein Tipp: Lest doch einfach dieses wunderbare Buch!

Sophie Kastner, Klasse 11

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