Die diesjährigen 12. Klassen hatten sich nach langen Überlegungen für ein altbekanntes Reiseziel entschieden: Barcelona – eine der Metropolen Spaniens. Nach einer langwierigen Reise, waren wir zunächst etwas überrascht, als Herr Potthoff uns unser erstes Ausflugsziel verkündete. An unserem ersten Tag in Barcelona würden wir den umliegenden Tibidabo Berg erklimmen oder vielmehr würden wir zum Fuß des Berges laufen und uns anschließend mit der Seilbahn hochkutschieren lassen. Doch ihr könnt euch vorstellen, dass selbst diese Art der Fortbewegung für 58 übermüdete Schüler als überaus anstrengend empfunden wurde. Doch es war die Mühe wert, denn bald darauf wurden wir mit einem umwerfenden Ausblick über ganz Barcelona, vielen Fahrgeschäften und dem Besuch in einer atemberaubenden Kathedrale belohnt. Für einen Montag nach schlafloser Nacht fiel das Resümee während des Abendmeetings doch recht positiv aus und gespannt auf die folgenden Tage verteilten wir uns auf die Zimmer und schliefen schleunigst ein.          
Am Dienstag stand für uns eine Guide-Führung durch die Altstadt auf dem Plan. An diesem Vormittag wurden wir von der „La Rambla“ quer durch die engen Gassen Barcelonas geführt, uns wurden Kirchen und Kathedralen gezeigt, bis wir letztendlich am Hafen Barcelonas ankamen. Nach dieser Führung kannten wir die guten Spots, die nur wenige Touristen zu Gesicht bekommen, wir wussten, in welchen Geschäften sich das Shoppen lohnt oder in welchen Restaurants die spanische Küche besonders zur Geltung kommt – echtes Insiderwissen eben. Den Nachmittag ließen wir entspannt am Strand mit einer Runde Volleyball und Baden im Mittelmeer ausklingen.          
Mittwochmorgen hieß es für uns wieder früh aufstehen, denn wir hatten einen Fußmarsch bis zum „Jardi Botanic“ vor uns. Dort angekommen teilten wir uns in zwei Gruppen: Ein Teil der Schüler sowie Herr Potthoff besuchten den Olympiapark, die andere Gruppe wurde von Frau Fritzsch, Frau Brandenburg und Herrn Zechel begleitet und erkundete den Botanischen Garten. Auch wenn beide Attraktionen von den jeweiligen Gruppen gelobt wurden, graute es manchen Schülern vor einem langen Fußmarsch zurück zum Hostel. Doch auch bei diesem Problem konnte Herr Potthoff Abhilfe schaffen. So gab es in vielen erschöpften Augen ein hoffnungsvolles und erfreutes Aufblitzen, als uns die Nachricht ereilte, dass uns eine Seilbahn zum Hafen bringen würde. Am Strand angekommen, gönnten wir uns eine kleine Verschnaufpause, die einige von uns zum Baden oder zum entspannten Mittagessen nutzten. Gestärkt und motiviert machten wir uns auf den Weg zum Wahrzeichen Barcelonas, der „Sagrada Familia“. Nachdem wir dort intensiver als auf dem Berliner Flughafen kontrolliert worden sind, duften wir in das Monument eintreten, dessen Architektur von Antoni Gaudi bis aufs kleinste Detail geplant wurde und seit seinem Tod von verschiedenen Architekten und Künstlern vollendet wird, die alle nur ein Ziel verfolgen: das Leben und die Leidensgeschichte Jesu in Stein auf der Außenfassade zu verewigen und eines der prunkvollsten Gotteshäuser des Modernismus zu erschaffen. Selbst auf unsere Gruppe, deren Großteil aus Atheisten besteht, hatte diese Basilika eine faszinierende Wirkung.      
Am vorletzten Tag teilte sich unsere Reisegruppe. Herr Potthoff und Herr Zechel besuchten das Camp Nou mit einigen Schülern. Andere gingen ein wenig shoppen und schlendern. Wiederum die nächste Gruppe erkundete Barcelona auf eigene Faust. Einige Schülerinnen sowie Frau Fritzsch und Frau Brandenburg verbachten den halben Tag gezwungenermaßen im Deutschen Konsulat, um einen gestohlenen Pass ersetzen zu lassen. Am Abend wurden wir mit einer „Strandwanderung“ aus dem Hostel gelockt, spätestens auf halber Strecke wurden einige angesichts des eingeschlagenen Weges misstrauisch. Dieser führte nämlich nicht zum Strand, sondern zur „Front Magica“, einem Brunnen, der an ausgewählten Tagen eine Licht- und Wassershow bietet. Dort angekommen, sicherten wir uns einen Platz auf den Treppen und warteten gespannt. Womit wir nicht rechneten? Unerwarteter- weise fingt es plötzlich an zu regnen, vielmehr goss es aus Eimern. Wir horteten uns alle unter einem viel zu kleinen Baum zusammen und versuchten uns mit wenigen Regenschirmen und Handtüchern trocken zu halten. Das klappte letztendlich eher weniger. Völlig durchnässt, aber mit einem Lächeln auf dem Gesicht, beobachteten wir das Spektakel.            
Der letzte Tag war hauptsächlich der Abreise gewidmet. Wir wurden vom Hostel zum Flughafen Barcelona gefahren, anschließend nahmen wir den Flug nach Berlin und fuhren wiederum mit dem Bus nach Schkeuditz. Am Gymnasium angekommen erwarteten uns die vertrauten Gesichter unserer Familien und Freunde, denen wir leicht erschöpft alles über unsere gemeinsame Zeit berichteten. 

 Luisa Käfer und Josi Rauer (Klasse 12) 

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